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joh.mangold[at]gmail.com

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Schwellenreiterinnen, Formwandlerinnen, Chimären und Cyborgs - meine Bildwelten werden bevölkert von Entitäten, die sich durch labyrinthische Verwachsungen technoider, architektonischer und molekularer Strukturen winden. Zustände und Projektionen lagern sich an Figuren und Formen ab und verändern ihre Erscheinung.
Daraus entwickelt sich ein visuelles Vokabular des Übergangs, in dem sich Identitäten in einem fortwährenden Prozess des Abschälens, Zerteilens und wieder Zusammensetzens neu konfigurieren.

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Auch meine Arbeitsweise bewegt sich zwischen Zuständen. Formen und Motive mäandern von einem Medium ins andere. Die Übersetzungen verlaufen entlang von Widerständen und Zufällen, welche sich fest in meine Arbeit einschreiben. Die Zeichnung liegt allem zugrunde. Ich drucke und collagiere, tufte, modelliere. Die zeichnerische Spur setzt sich in Klang, Gesang und Bewegtbild fort, durchzieht virtuelle Räume und andere interaktive Systeme. Dabei wechsle ich zwischen intuitiven, körperlichen Impulsen und algorithmisch konstruierten Architekturen. Schwingend, klingend, arachnisch setzend, mänadisch zersetzend, mich durch iterative Schleifen schlängelnd, transformiere ich physische, analoge Formen zu ihren digital-virtuellen Geschwistern und wieder zurück.

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Der Traum ist wiederkehrender Bezugspunkt für meine Arbeit. Im Traum begegne ich Wesen, die ihre eigenen Angelegenheiten verfolgen. Ich bewege mich durch ihre Geschichten, tausche Körper und Erinnerungen im Kessel der kollektiven Suppe. Luzider Traum, Trance, Hypnagogia - ich experimentiere im Halbschatten des Bewusstseins. Rituale führen über Schwellen. Rituale führen uns in diese Zustände, Körperzustände, Bewusstseinszustände, zwischen denen sich oszillieren, balancieren lässt. Im Labor werden sie dann gewogen und vermessen.

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(Luzides) Träumen und Trancezustände sehe ich auch als Verwandte der virtuellen Entgrenzungserfahrung.
Beim Eintauchen in eine virtuelle Umgebung verschieben sich Körpergefühl, Raum- und Zeitwahrnehmung. Räume können sich ineinander verschachteln, sich ausdehnen oder auflösen. Der eigene Körper wird zum unsteten Bezugspunkt zwischen zwei unterschiedlichen räumlichen Ordnungen. Virtuelle Räume interessieren mich als Wirklichkeitsangebote mit eigenen Gesetzmäßigkeiten, die wir betreten, erproben und auch wieder verlassen können. (...)

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