homeflesh

In der Arbeit „homeflesh“ untersuche ich ein Gefüge aus Erinnerungen und Träumen, einen Teil meines autobiografischen Gedächtnisses. Mich interessiert dabei die multimediale Beschaffenheit von Erinnerung und die Mythologisierung der eigenen Kindheit durch das Aufbrechen von Realitätsgefügen, hinein in die surreale Erfahrungswelt des kindlichen Geistes, in dessen Universum alles möglich ist. Das Telefon ist eine Banane, die Mutter verwandelt sich nachts in ein Alien, um nach Haus zu telefonieren, krankhaftes Nasenbluten wird um Symbol der Sterblichkeit, doch ebenso zur Nabelschnur, die die Generationen miteinander verbindet. Mit Hilfe verschiedener Medien, wie Zeichnung, Skulptur, Text, Ton, 2D-Animation und einer Virtual Reality, umkreise ich dieses Erinnerungskonstrukt, um es zu einer nichtlinearen Erzählung, einer poetischen Struktur aus Bild, Ton und Sprache, einer privatmythologischen Betrachtung zu formen.