homeflesh
mother darkening mother rising

video walk through der Virtual Reality mit Sound, 2021

In der Arbeit homeflesh (Teil des Werkkomplex mother darkening mother rising) untersuche ich ein Gefüge aus Erinnerungen und Träumen, einen Teil meines autobiografischen Gedächtnisses. Mich interessiert dabei die multimediale Beschaffenheit von Erinnerung und die Mythologisierung der eigenen Kindheit durch das Aufbrechen von Realitätsgefügen, hinein in die surreale Erfahrungswelt des kindlichen Geistes, in dessen Universum alles möglich ist. Das Telefon ist eine Banane, die Mutter verwandelt sich nachts in ein Alien, um nach Haus zu telefonieren, krankhaftes Nasenbluten wird um Symbol der Sterblichkeit, doch ebenso zur Nabelschnur, die die Generationen miteinander verbindet. Mit Hilfe verschiedener Medien, wie Zeichnung, Skulptur, Text, Ton, 2D-Animation und einer Virtual Reality, umkreise ich dieses Erinnerungskonstrukt, um es zu einer nichtlinearen Erzählung, einer poetischen Struktur aus Bild, Ton und Sprache, einer privatmythologischen Betrachtung zu formen.

Homeflesh, 2021, installation view «Wired Magic – Regionale 22», 2021, HEK (House of Electronic Arts), Photo: Franz Wamhof

mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Kunstfonds Bonn, Viborg Kunsthal (Riddergade AIR Programm) und Statens Kunstfond Dänemark